Das passiert in der Trockenzeit im PROJECT TOGO

Die Trockenzeit hält viele verschiedene Aufgaben für unser Mitarbeiter vor Ort aber auch für alle Bewohner der Projektdörfer bereit. Neben dem Einrichten der Baumschulen und dem Heranziehen der Setzlinge für die Pflanzzeit steht der Schutz des Waldes vor Bränden im Vordergrund.

Von April bis Juni und von September bis November herrscht Regenzeit in Togo. Für unser Team vor Ort bedeutet die Regenzeit gleichzeitig Pflanzzeit. Denn in dieser Zeit herrschen für die in der Baumschule herangezogenen Setzlingen beste Bedingungen, um anzuwachsen. Doch auch die Trockenzeit in Togo hält für unser Team vor Ort viele Aufgaben und sogar einige Gefahren bereit. Denn neben dem Heranziehen der Setzlinge in der Baumschule gibt es in Togo zu dieser Zeit immer wieder verehrende Waldbrände, vor denen wir unseren Wald schützen müssen.


Heranziehen der Setzlinge.

Bevor die Setzlinge für das Naturaufforstungsprojekt in den Boden gebracht werden können, müssen diese in einer Baumschule herangezogen werden. Das passiert bereits Mitte bis Ende der Trockenzeit, also ab Januar gehen die Arbeiten in der Baumschule los. In unseren Baumschulen werden etwa 100.000 Jungbäume pro Jahr produziert. Dazu werden die zuerst gesammelten Baums


amen vorbehandelt (dadurch wird die Keimfähigkeit angeregt) und anschließend in einem durch ein Schattendach geschütztem Saatbeet ausgestreut und zum Keimen gebracht. Die gerade gekeimten Pflanzen werden vereinzelt und anschließend nach nur wenigen Tagen in mit Erde befüllte Polybags (Plastiksäckchen für die Jungbäume in der Baumschule) umgesetzt. In diesen bleiben sie drei bis sechs Monate, bis Sie groß genug für die Pflanzung sind.


Doch die Trockenzeit wird nicht nur für die Vorbereitung der neuen Jungbäume genutzt. Gerade am Anfang der Trockenzeit wird der Naturwald im PROJECT TOGO vor eindringenden Feuern geschützt.

Dazu wurden Brandschneisen und Wege um und durch die aufgeforsteten Flächen angelegt/ frei gemacht, die eine Breite von 21 Metern und insgesamt mittlerweile eine Länge von 20 km aufweisen. Über 30 Leute befreien in etwa zwei Monaten die Brandschneisen mit Macheten von trockenen Gräsern, die als Brandherd wirken können. Am Tag schaffen die Arbeiter gemeinsam etwa 1,8 ha oder eine Person schafft etwa 625 qm pro Tag freizumachen.


Doch woher kommt die Gefahr der Waldbrände?

Die Gefahr eindringender Feuer kommt durch die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen, die von ihren Bewirtschaftern einmal im Jahr durch das in Togo gebräuchliche "Slash and Burn"-Verfahren abgebrannt werden. Dadurch sollen Unkräuter und Büsche kontrolliert abgerannt und Nährstoffe freigesetzt werden. Für uns bedeutet dieses Verfahren aber jedes Jahr aufs Neue eine Gefahr.


Ein weiteres Problem sind Jäger, die versuchen, durch Buschfeuer Kleintiere aus dem Wald zu jagen. Leider entwickeln sich aus den kleinen, absichtlich gelegten Feuern immer wieder schwerwiegende Waldbrände.


Um die Bewohner unserer Projektdörfer für die Gefahren, aber auch die Sicherheit des Waldes zu sensibilisieren, haben wir im PROJECT TOGO folgende Maßnahmen ergriffen:

  1. Die Bevölkerung wird in regelmäßigen Meetings und Schulungen für das Thema Feuer sensibilisiert.

  2. Es werden Projekte entwickelt und durchgeführt, welche den Ursachen der menschgemachten Feuer begegnen. So hilft beispielsweise ein Schafzuchtprogramm, die Buschfeuer, die für die Jagd gelegt werden, zu verringern. Gleichzeitig dienen die schnell zuwachsenden Brandschneisen als Weide-Fläche für die Schafe.

  3. Gegen die unkontrollierte Unratverbrennung werden in den Projektdörfern „Brennstellen“ installiert, an denen abgegrenzt (eingemauert) von der Umgebung der Unrat verbrannt werden kann.

Zusätzlich haben wir ein Team von Waldschützern gegründet, die mehrmals am Tag um die Flächen laufen und sicherstellen, dass es keine Brandgefahren in der Nähe der Fläche gibt.


Unser Mitarbeiter Saka Mora berichtet in dem Video zu unseren Brandschutzmaßnahmen: