Sauberes Trinkwasser für die Dorfbewohner in Glypko

Aktualisiert: 28. Feb.

Seit August 2019 besitzt das Dorf Glypko in Togo Westafrika dank der Unterstützung der memo-media GmbH eine Wasserfilteranlage. Seit dieser Zeit stillt die Filteranlage den täglichen Wasserbedarf der Dorfbewohner in Glypko und liefert rund 1.500 Liter sauberes Wasser pro Tag.



Vor dem Bau der Filteranlage sorgte erst ein Brunnen, der inzwischen trocken ist und später ein selbst ausgehobener See, in dem sich in der Regenzeit das Wasser sammeln konnte, für die Wasserversorgung im Dorf. Problematisch bei einem Wasserstaubecken, in dem in der Trockenzeit das Wasser steht, ist die schlechte Wasserqualität, die mit krankheitserregenden Keimen einhergeht. Dabei ist sauberes Trinkwasser vor allem für Babys und Kleinkinder wichtig. Aber auch für Erwachsene, die um vieles robuster als Kinder sind, ist schmutziges Wasser stark gesundheitsgefährdend.


Funktion der Filteranlage

Kernstück der Wasserfilteranlage ist neben dem Wasserfilter selbst die 6.000 Liter fassende Zisterne. Diese wurde aus selbst gemachten Ziegelsteinen gebaut. Von der Zisterne aus pumpt ein Motor das Wasser in den oberen Polytank. Von dort aus wird das schmutzige Wasser in den eigentlichen Membranfilter geleitet und gelangt dann sauber und bis zu 99,99 % keimfrei in den unteren Polytank, von wo aus es als Trinkwasser entnommen werden kann.


Gemeinschaftlich Gewohnheiten ändern

Da sich die Zisterne nicht von selbst füllt, muss diese zuerst mit Wasser gefüllt werden. Das Wasser liefert die bisherige Wasserstelle. Natürlich ist das Befüllen der Zisterne für die Bewohner ein Arbeitsschritt mehr. Und so wie es auch uns schwerfällt, mussten sich auch die Dorfbewohner in Glypko an die neue Routine gewöhnen.


Heute ist das Wasserholen an dem Wasserturm gelernte Praxis. Natürlich läuft die Filteranlage nicht einfach so von allein. Für einen reibungslosen Betrieb ist eine regelmäßige Pflege, Wartung und der Einkauf von Benzin für den Motor notwendig. Diesen Aufgaben hat sich jetzt der Direktor der Schule in Glypo angenommen. Die Kosten für den Betrieb der Anlage zahlen die Dorfbewohner gemeinschaftlich, in dem Sie einen kleinen Beitrag für die Wasserentnahme leisten. Für die Schulkinder bleibt das Wasser weiterhin kostenlos. Dafür helfen die Kinder zwischendurch bei dem Befüllen der Zisterne mit neuem Wasser. Gleichzeitig lernen Sie, warum sauberes Wasser wichtig und lebensnotwendig ist.